Müttergesundheit

MiMi-Initiative für Müttergesundheit in Deutschland

Stärkung des Bewusstseins und Präventionsverhaltens von Migranten in Bezug auf Müttergesundheit

Das Projekt „MiMi-Initiative für Müttergesundheit in Deutschland: Stärkung des Bewusstseins und Präventionsverhaltens von Migranten in Bezug auf Müttergesundheit 2014–2017“ wird durch die MSD SHARP & DOHME GMBH gefördert.  Projektträger ist das Ethno-Medizinische Zentrum e. V.

Ziel des Projekts ist es, die Zugangsbarrieren zur medizinischen Versorgung für Schwangere und Mütter mit Migrationshintergrund in Deutschland zu reduzieren. Das Projekt orientiert sich an der UN-Kampagne zum 5. UN-Milleniumsziel „Verbesserung der Gesundheitsversorgung der Mütter“ zur Reduzierung der Müttersterblichkeit und Verbesserung des Zugangs zur reproduktiven Gesundheitsversorgung.

Das Projekt bringt (werdende) Mütter mit  Migrationshintergrund mit ExpertInnen aus  den Bereichen der Frauen- und Kindergesundheit sowie mit Migrantenselbstorganisationen zusammen.

Schulungen interkultureller GesundheitsmediatorInnen An den Projektstandorten werden MigrantInnen  in einer 50-stündigen Schulung von Fachkräften  des Gesundheitswesens zu interkulturellen GesundheitsmediatorInnen ausgebildet.

Die Schulung beinhaltet folgende Themen:

– Das deutsche Gesundheitssystem

– Migration und Gesundheit

– Medizinische Versorgung von Flüchtlingen

– Familienplanung, Schwangerschaft und Stillen

– Diabetes

– Ernährung und Bewegung

– Impfschutz

– Kindergesundheit und Unfallprävention

– Methoden der Erwachsenenbildung

Darüber hinaus erfolgt eine eintägige Fortbildung zum Thema „Seelische Gesundheit“ mit dem Schwerpunkt „Postpartale Depression“.

Gesundheitskampagnen

Nach der Schulung führen die interkulturellen GesundheitsmediatorInnen muttersprachliche Informationsveranstaltungen in Migrantencommunities durch und organisieren Gesundheitsgruppen für interessierte Migrantinnen. Hierbei haben diese die Möglichkeit, sich zu den wichtigen Themen der Frauengesundheit zu informieren und zahlreiche, regionale Einrichtungen und ExpertInnen rund um die Gesundheit von Müttern und Familien kennen zu lernen.

Wegweiser für MigrantInnen/  Leitfaden für ExpertInnen

Im Rahmen des Projekts wurde ein Wegweiser in sieben Sprachen (Arabisch, Deutsch, Eng- lisch, Kurdisch, Russisch, Serbokroatisch und Türkisch) erstellt, der zielgruppengerechte Informationen zu den Themen Familienplanung und Verhütung, Schwangerschaft und Geburt sowie Nachsorge und Stillen enthält. Hier finden die MigrantInnen auch Hinweise auf Institutionen, die bei Fragen kontaktiert werden können. Ein weiterer Leitfaden für die ExpertInnen der Gesundheitsversorgung bietet Infomationen zu kultur- und migrationsspezifischen Aspekten, die besonders in der Frauen- und Müttergesundheit Beachtung finden sollten.

Schulungen von Fachkräften

An allen Projektstandorten werden Fortbildungen für ExpertInnen aus dem Bereich der medizinischen und sozialen Versorgung angeboten. Inhalte sind z. B.:

– Kulturelle Aspekte im Gesundheits- und Sozialbereich

– Interkulturelle Kompetenz u Modelle guter Praxis im Gesundheitswesen

Forschung

Um die Zugangsbarrieren zur Gesundheitsver- sorgung der Migrantinnen zu identifizieren, werden Fokusgruppen mit der Zielgruppe, mit erfahrenen Mediatorinnen und ExpertInnen der Gesundheitsversorgung durchgeführt.

 

 

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